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Turnkameraden

88. Turnveteranen-Landsgemeinde in Schleitheim

Hans Gehrig erhält von der Ehrendame einen Blumenstrauss überreicht.

TURNEN. Zum siebten Mal war die Schleitheimer Ortsgruppe Gastgeberin für die jährlich stattfindende Landsgemeinde der seit 1921 bestehenden Kantonalen Turnveteranenvereinigung.

(us) Die Veteranen wurden vom Musikverein Schleitheim musikalisch empfangen. Daraufhin läutete Kantonalobmann Alfred Schlatter die Versammlung mit der von den Schleitheimern 1997 spendierten Glocke ein. Er fand freundliche Worte für den Tagungsort, den Gemeindepräsident Hansruedi Stamm später näher vorstellte. Ein Grusswort überbrachte auch Hugo Wipf, Vertreter der Kantonalgruppen Zürich und Thurgau. Er stellte in seiner kurzen und prägnanten Rede lakonisch fest: «Früher fehlten die Turnhallen und heute sind es die Turnenden, die fehlen.» Als schönstes Traktandum erklärte Alfred Schlatter die Ehrung der 80- sowie der über 80-jährigen Veteranen und die spezielle Würdigung des ältesten anwesenden Veterans. Es war wie im Vorjahr Hans Gehrig aus Buchberg mit Jahrgang 1914. Erstmals wurde auf Initiative der Gruppe Schleitheim auch der jüngste Veteran ermittelt. Arthur Felix, Jahrgang 1964, gewann für die Gruppe Stein am Rhein einen Gratiseintritt ins Gipsmuseum und in den Gipsstollen Schleitheim.

Für weitere drei Jahre bestätigt
Alfred Schlatter zog die zwölf Geschäfte umfassende Traktandenliste zügig durch und veranlasste mit seinen maliziösen Bemerkungen immer wieder zum Schmunzeln. Rechnung, Budget und der gleich bleibende Beitrag wurden einstimmig genehmigt. Da keine Anträge vorlagen, blieb nur die Mitteilung des Obmannes, dass die eidgenössische Gruppenob- männerversammlung zur Vorbereitung der nationalen Turnveteranen-Landsgemeinde 2010 Genf in Schaffhausen stattfinden werde. Bei den alle drei Jahre stattfindenden Wahlen durfte festgestellt werden, dass Alfred Schlatter, Kassier Bernhard Bühler, Schreiber Hans Waldmeier und Etatführer Hans-Peter Sigrist weiterhin das Vertrauen der Veteranen geniessen. Das Vizepräsidentenamt bleibt aber vakant.

Zeit für Pflege der Kameradschaft
Von den im letzten Jahr verstorbenen Kameraden nahmen die Anwesenden stehend Abschied. Hans-Peter Sigrist wusste diese Zeremonie mit tiefsinnigen Worten, dem gedämpften Trommelwirbel und des vom Musikverein gespielten Stückes «Ich hatte einen Kameraden…» würdig zu gestalten. Für jeden der Verstorbenen wurde von den Ehrendamen eine Nelke in eine Vase gesteckt. Diese werden das Grab des letztverstorbenen Schleitheimer Veterans und ehemaligen Turnverbandspräsidenten Kurt Bollinger zieren. 18 neue Mitglieder wurden vom Präsidenten im Keise der Veteranen willkommen geheissen. Nach der Unterhaltung von Turne Schlaate blieb noch genügend Zeit für die Pflege der Kameradschaft, den eigentlichen Kernpunkt des Traditionsanlasses.